Die besten Ställe Deutschlands   6. März 2004

Menüs für das Pferd, Rosen für die Kunden und Pavarotti am Sonntag: Erstklassige Pensions-Ställe bieten Pferd und Reiter ein angenehmes Leben. Hier sind 158 von ihnen.

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Zu den größten Plagen rund ums Pferd gehört die Qualität des Stalls. Die PFERDEBÖRSE startete daher eine Suchaktion nach Deutschlands besten Ställen. 1854 ausgefüllte Fragebogen kamen zurück. Sie bilden die Grundlage für eine umfangreiche Adreßsammlung. 164 StäIIe schnitten in allen vier Kategorien „Service für das Pferd”, „Service für den Reiter“, „Atmosphäre im Stall” und „Preis-Leistungsverhaltnis” mit der Note 1 ab. Rund 700 weitere Ställe erhielten in diesen Kategorien Noten zwischen 1 und 2.


Redakteure der PFERDEBÖRSE reisten durch ganz Deutschland, um besonders gelobte Ställe zu überprüfen. Dabei zeigt sich eine erfreuliche Entwicklung: immer mehr Stallbetreiber schneidern ihren Kunden ein Angebot nach Maß, darunter verschiedene Futtersorten für das Pferd; sie bieten Service vom Auf-die-Koppel-bringen bis zum Hufschmied, einen möglichst optimalen Hallenboden oder Sonderleistungen für alte Pferde. Viele Ställe bieten Pferden eine perfekte Betreuung mit Paddockbox und Koppel. Das kommt Berufstätigen mit 12-Stunden-Jobs und wenig Freizeit entgegen.

Gleichzeitig spiegeln die Ställe die zunehmende Spezialisierung der Reitdisziplinen. In Westernställen werden die Hallenböden auf die Bedürfnisse von Reining-Pferden (rutschig, damit die Pferdebeine bei den Stops nicht leiden) ausgerichtet. in Ställen, in denen klassische Dressur gepflegt wird, gibt es eher einen federnden Boden für Piaffen.

Das heißt aber auch: Je höher die Spezialisierung, desto unwahrscheinlicher ist es, daß Reiter aller Reitweisen in einem Stall optimal versorgt sind. Das zeigen so vorbildliche Anlagen wie der niedersächsische Westernbetrieb Five Star Training Stable von Diana Dammann und John Royer, oder der barockorientierte Dressurstall Gut Rosenhof/Bayern von Anja Beran. Ein Einsteller muß also genau wissen was er braucht: eine Führanlage? Springunterricht? Muß das Pferd Tag und Nacht auf die Koppel?

Ziel der Aktion ist eine möglichst vollständige Liste empfehlenswerter Ställe, die ihnen und anderen Pferdebesitzern teure Reinfälle erspart. Wenn Sie einen guten Stall kennen, füllen Sie einfach den PFERDEBÖRSE-Fragebogen aus Heft 8/9 2003 aus. Sie finden ihn auch aktuell im Internet unter www.pferdeboerse-online.de. Je mehr Leute mitmachen, desto präziser wird die Einstufung eines Stalls, desto ausführlicher die Liste. Kopieren Sie deshalb den Fragebogen, verteilen Sie ihn an Ihre Miteinsteller und legen Sie ihn in möglichst vielen anderen StäIIe aus. Bitte den vollständig ausgefüllten Fragebogen in ausreichend frankiertem Umschlag (55 Cent) oder per Fax schicken an: PFERDEBÖRSE, Scholten Verlag GmbH, Stichwort Stall, Postfach 10 37 43, 70032 Stuttgart, Fax (0711) 210 80 75.
Five Star Training Stable, Diana Dammann (l.) und John S. Royer, Lindlar/Nordrhein-Westfalen. 45 Pferde, 20 x 60 Halle. 3 Boxen frei (200 Euro); Tel. (02268) 800350. Neue Western-Anlage mit Fohlenaufzucht, Offenstall und Paddockboxen, Dressur- und Trailplatz, Deckenservice. Überbreite Stallgassen, große Koppeln, beheizter Deckenraum. Angebot für Beritt, Hengsthaltung möglich. Mineralfutter inklusive. „Wir führen den Stall so, daß die Leute nicht jeden Tag kommen müssen, aber wissen, daß es ihrem Pferd trotzdem gutgeht”, sagt Royer.

(Pferdebörse, 1/2 2004 / Artikel nicht vollständig abgedruckt)

Dieser Beitrag wurde vor am Samstag, 6. März 2004 um 19:56 Uhr veröffentlicht und unter Presseberichte gespeichert. Sie können Kommentare zu diesem Eintrag über den RSS-2.0-Feed verfolgen.Sie können einen Kommentar hinterlassen, Pingbacks/Trackbacks sind momentan deaktiviert.

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